### Hedonistische Ära Die Welt von Etharis war einst erfüllt von Vielfalt in Kultur und Magie. Diese Ära war gekennzeichnet durch Überfluss, Bequemlichkeit und vor allem Überheblichkeit! Über Jahrhunderte des Friedens und Handels hinweg wurden die Völker schwach und unvorsichtig, denn ein Krieg schien ausgeschlossen und der innere Frieden unerschütterlich. ### Der Sternenfall Der **Sternenfall** veränderte alles. Als die Sterne am Himmel verblassten und nur der Mond verblieb, stürzte der "Nordstern" vom Dach der Welt und schlug am östlichen Rand Etharis ein, wo die Stadt "Nov Ostoya" einst war. Mit dem Nordstern kamen fremdartige Wesen aus einer anderen Ebene, die sich wie Heuschrecken durch das Gewebe der Magie und den Verstand der Völker fraßen. ## Zeitalter der Katastrophen Überall auf der Welt verdunkelten dicke, schwarze Wolken die Sonne und in den Gebieten, die im Schatten lagen, verfielen die Völker dem Wahnsinn, der Gewalt und der Korruption. Was genau vor und während dieser Ära geschah, ist nur bruchstückhaft und meist mündlich überliefert; vieles ging im Feuer von Wahnsinn, Krieg und Chaos verloren. Einige Jahrzehnte nach Beginn des Zeitalters **verstummten die Götter**, schwere Erdbeben erschütterten die Lande und nahezu jede Hoffnung schwand. In ihrer Verzweiflung wandten sich die Völker an andere Wesen, betteten sie an, fragten um Hilfe und zahlten oft einen höheren Preis, als sie erhielten. ## Die Verlorene Tochter Erst mit dem Erscheinen der **Verlorenen Tochter** kehrte Hoffnung zurück. Sie reiste furchtlos durch das Land - oft in der Dunkelheit und schlicht gekleidet. Die Schriften beschreiben sie als ruhig und weise. Sie sprach nur wenn nötig und handelte gezielt, wenn ihre Hilfe gebraucht wurde. Ihre Lehren ermöglichten es den Völkern, erneut Magie zu wirken, ohne Geist und Seele der Korruption preiszugeben. Sie lehrte das Wissen um die Zauberfoki und Rituale mit denen man sich erneut der Gaben der Götter bedienen konnte. ## Der Exodus Die **Verlorene Tochter** führte die Völker in den Westen, in die Wälder von Etharis, dem [[Der Immerwald|Immerwald]]. Dort sprach sie von alten Naturgöttern, schloss [[Pakt der Verlorenen Tochter|einen Pakt]] mit ihnen und schützte so die Gemeinschaften vor der Dunkelheit. Anfangs ruhte die Hoffnung der Gemeinschaften auf der **Verlorenen Tochter**, doch bald drohte ein Konflikt des Glaubens als all die unterschiedlichen Völker zusammen kamen. Während die **Verlorene Tochter** versuchte, das Licht der alten Götter zu bewahren, waren die Herzen vieler Völker von den Kriegsjahren gezeichnet, erfüllt von Dunkelheit und Bitterkeit. Als erste Versuche unternommen wurden, eine neue Kirche zu gründen, um den Glauben und die Völker zu einen, folgte man ihrer Weisheit und ihrem Rat. ## Geburt der Lichtbringer Doch trotz ihrer Bemühungen begann die **Verlorene Tochter**, dem Einfluss der Dunkelheit zu erliegen. Die langjährigen Kämpfe und der fortschreitende Zerfall der Welt hatte nun auch ihren Geist zermürbt und es wurde offensichtlich, dass die Korruption in ihr wuchs. Ihre Lehren standen zunehmend im Widerspruch mit den Zielen, die Ordnung und Stabilität in der neuen Welt schaffen sollten. Schließlich sah die Kirche keine andere Wahl, als sie von ihrem weltlichen Leiden zu befreien, bevor die Korruption vollständig Besitz von ihr ergriff. Ihr leib wurde durch das heilige Feuer gereinigt und ihr Tod wurde als Akt des Erbarmens betrachtet, notwendig um das Licht der neuen Kirche zu wahren. All jene die sich einst zusammenfanden um die Flamme des Glaubens zu Schützen, sind nun als die [[Flammenwächter]] bekannt, während die Akolythen der Verlorenen Tochter nun [[Lichtbringer]] genannt werden. ## Zeitalter des Wiederaufbaus Die Überlebenden gründeten die Stadt, die heute als [[Königsmund]] bekannt ist. Nach Jahrhunderten des Zerfalls begannen die Völker erneut, einander zu lehren und zu helfen.